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LBZ Blog

Der Start ins Referendariat

Angelina Roth | 13. Mai 2026

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Der Start ins Referendariat

EINSTIEG & ORIENTIERUNG


Der Start ins Referendariat: Was wirklich auf einen wartet - Lesedauer ca. 5 Minuten · Für alle Fächer und Schularten


Irgendwann kommt dieser Moment. Man sitzt im Lehrerzimmer, hat einen Stundenplan in der Hand und merkt: Das hier ist kein Praktikum mehr. Ab jetzt steht man selbst vorne.



DER REALITÄTSCHECK


Theorie trifft Wirklichkeit


Für viele beginnt das Referendariat genauso. Nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem leisen, aber deutlichen Realitätscheck. Die Theorie aus dem Studium ist nicht falsch. Aber sie hat wenig darauf vorbereitet, was es bedeutet, gleichzeitig zu unterrichten, zu reflektieren, Seminaranforderungen zu erfüllen und dabei noch irgendwie man selbst zu bleiben.


Was viele unterschätzen, ist nicht die Schwierigkeit einzelner Aufgaben, sondern ihre gleichzeitige Menge. Unterrichtsvorbereitung, Durchführung, Nachbereitung, Seminare, Ausbildungslehrkraft, Lerngruppen, erste Beurteilungen, das alles läuft parallel, und zwar von Anfang an. Eine 45-minütige Stunde kann vier Stunden Vorbereitung bedeuten. Manchmal mehr.


WAS WIR BEIM LBZ HÖREN:

Regelmäßig begegnen uns Menschen in genau dieser Phase. Was wir immer wieder hören, ist dasselbe: Man wusste, dass es anstrengend wird. Aber nicht so.



DER GRÖSSTE DRUCK


Beobachtet werden, bevor man angekommen ist


Hinzu kommt der Druck, bei Unterrichtsbesuchen zu zeigen, was man kann, obwohl man eigentlich noch mitten im Lernen steckt. Viele beschreiben genau das als größte Belastung der ersten Wochen: nicht das Unterrichten selbst, sondern das Gefühl, beobachtet und bewertet zu werden, bevor man überhaupt angekommen ist.


Wer ins Referendariat geht mit dem Anspruch, alles richtig zu machen, wird früh an Grenzen stoßen. Nicht weil er oder sie schlecht vorbereitet wäre, sondern weil Unterricht schlicht nicht perfekt planbar ist. Klassen verhalten sich anders als erwartet, Aufgaben funktionieren nicht wie gedacht, Zeitplanung geht schief.


DIE RICHTIGE HALTUNG


Was in dieser Phase wirklich hilft


Was in dieser Phase wirklich hilft, ist eine andere Haltung: Unterricht als Prozess begreifen, nicht als Prüfung. Wer eine Stunde auswertet, daraus etwas mitnimmt und beim nächsten Mal anders macht, entwickelt sich. Wer jede misslungene Stunde als persönliches Versagen wertet, erschöpft sich.


Früh eigene Strukturen zu entwickeln ist keine Frage von Disziplin, sondern von Selbstschutz. Wer keine klaren Zeiten für Vorbereitung und Erholung etabliert, arbeitet irgendwann einfach immer und das rächt sich. Nicht jede Stunde braucht eine ausgefeilte Methodik. Manchmal ist eine klar strukturierte, ruhige Unterrichtsstunde wirksamer als ein aufwendig inszenierter Ablauf mit drei Medienwechseln.


Prioritäten setzen lernen, das klingt banal, ist aber eine der praktischsten Fähigkeiten, die man im Referendariat entwickeln kann.



NICHT ALLEINE KÄMPFEN


Gemeinschaft als unterschätzter Faktor


Das Referendariat wird oft als einsame Phase erlebt, obwohl man nie alleine ist. Der Austausch mit anderen Referendarinnen und Referendaren ist mehr wert, als er auf den ersten Blick scheint. Materialien teilen, Erfahrungen vergleichen, sich gegenseitig zuhören, dass entlastet, auch wenn es keine Probleme löst. Und im Kollegium lohnt es sich, früh und aktiv Kontakt zu suchen, statt abzuwarten, ob jemand auf einen zukommt.


ERHOLUNG NEU DENKEN:

Erholung ist kein Bonus, den man sich nach getaner Arbeit verdient. Sie ist Teil der Arbeit selbst und die Voraussetzung dafür, langfristig guten Unterricht zu machen.



ZUM MITNEHMEN


To-Dos für den Start


  1. Erwartungen klären: Mit der Ausbildungslehrkraft frühzeitig besprechen: Was wird wann erwartet, wie läuft Feedback ab?
  2. Feste Zeiten einplanen: Vor- und Nachbereitung strukturieren und konsequent einhalten.
  3. Kontakt suchen: Den Austausch mit anderen Referendarinnen und Referendaren aktiv aufbauen.
  4. Beratungsangebote kennen: Das LBZ und ähnliche Angebote frühzeitig in Anspruch nehmen. Nicht erst in der Krise.
  5. Erholung als Berufsbestandteil begreifen: Nicht als Belohnung danach, sondern als Grundlage dafür.


Dieser Artikel wurde von Angelina Roth verfasst


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