Eine neue Klasse, viele unbekannte Gesichter und jede Menge Namen: Gerade zu Beginn eines neuen Schuljahres können Kennenlernspiele dabei helfen, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Dabei müssen Kennenlernspiele weder kompliziert noch unangenehm sein. Besonders gut funktionieren einfache Spiele, bei denen Schülerinnen und Schüler miteinander ins Gespräch kommen und gleichzeitig etwas übereinander erfahren.
Hier sind sieben Ideen, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen.
1. Zwei Wahrheiten, eine Lüge
Jeder nennt drei Aussagen über sich. Zwei davon sind wahr, eine ist erfunden.
Zum Beispiel:
- „Ich habe zwei Geschwister.“
- „Ich war schon einmal in Spanien.“
- „Ich kann fünf Instrumente spielen.“
Die anderen müssen herausfinden, welche Aussage nicht stimmt.
2. Kennenlern-Bingo
Alle erhalten ein Bingo-Blatt mit Aussagen wie:
- „Hat ein Haustier.“
- „Spielt Fußball.“
- „War schon einmal außerhalb Europas.“
- „Kann mehr als zwei Sprachen sprechen.“
Nun müssen die Schülerinnen und Schüler durch den Raum gehen und Personen finden, auf die die jeweiligen Aussagen zutreffen.
So kommen schnell viele kleine Gespräche zustande.
3. Der Namensball
Die Klasse stellt sich im Kreis auf. Eine Person wirft einen Ball zu einer anderen und nennt dabei deren Namen.
Am Anfang kann sich jede Person noch einmal kurz vorstellen. Nach einigen Runden wird das Tempo erhöht.
Das Spiel eignet sich besonders gut, um Namen zu lernen.
4. Gemeinsamkeiten finden
Die Schülerinnen und Schüler bilden kleine Gruppen und bekommen fünf Minuten Zeit.
Ihre Aufgabe:
Findet fünf Dinge, die ihr alle gemeinsam habt.
- „Wir mögen Pizza“ ist erlaubt – spannender wird es aber bei Gemeinsamkeiten, die nicht sofort offensichtlich sind.
Anschließend stellt jede Gruppe ihre interessanteste Gemeinsamkeit vor.
5. Die Aufstellung
Die Klasse muss sich ohne feste Sitzordnung in einer Reihe aufstellen.
Mögliche Aufgaben sind:
- Nach Geburtstag – von Januar bis Dezember.
- Nach Entfernung des Schulwegs.
- Alphabetisch nach Vornamen.
Als schwierigere Variante darf während der Aufgabe nicht gesprochen werden.
6. Entweder – oder?
Die Lehrkraft stellt zwei Möglichkeiten vor.
Zum Beispiel:
- Sommer oder Winter?
- Hund oder Katze?
- Buch oder Film?
- Meer oder Berge?
- Frühaufsteher oder Langschläfer?
Für jede Antwort steht eine Seite des Klassenzimmers. Die Schülerinnen und Schüler positionieren sich entsprechend.
Das sorgt für Bewegung und man erfährt schnell etwas über die neue Klasse.
7. Speed-Kennenlernen
Die Schülerinnen und Schüler sitzen sich zu zweit gegenüber und haben beispielsweise zwei Minuten Zeit, um miteinander zu sprechen.
Fragen können sein:
- Was machst du gerne in deiner Freizeit?
- Was ist dein Lieblingsfach?
- Was möchtest du dieses Schuljahr unbedingt machen?
Danach wechseln die Gesprächspartner. So spricht innerhalb kurzer Zeit fast jeder mit mehreren Mitschülerinnen und Mitschülern.
Welches Kennenlernspiel eignet sich am besten?
Das hängt stark von der Klasse und vom Alter ab. Bei jüngeren Schülerinnen und Schülern funktionieren Bewegungsspiele häufig besonders gut. Bei älteren Klassen können kurze Gesprächsformate wie Speed-Kennenlernen angenehmer sein. Vor allem sollte ein Kennenlernspiel niemanden dazu zwingen, sehr persönliche Dinge preiszugeben. Dann können solche Spiele genau das erreichen, was am ersten Schultag wichtig ist: Namen lernen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam entspannt ins neue Schuljahr starten.